9. Unsere Kulturlandschaft erhalten - Energie, Natur- und Klimaschutz

Alternative Energieerzeugung mit Augenmaß - Schutz unserer Wälder

Wir stehen der alternativen Energieerzeugung grundsätzlich offen gegenüber und unterstützen eine vernünftige Energiepolitik mit Augenmaß. Allerdings darf das nicht im Widerspruch zum konkreten Schutz unserer Heimat, von Menschen und Natur vor Ort stehen. Die bloße Behauptung, dass eine Technik oder Energie „grün“ ist, darf nicht den gesunden Menschenverstand beseitigen. Auch „grüne“ Energieanlagen müssen sich anpassen, in vernünftigem Rahmen halten und auf die Lebensqualität der Anwohner Rücksicht nehmen. Tatsächlich sind etwa die in Bliesendorf geplanten 240 Meter hohen Windräder ein drastischer und absurder Eingriff in unsere Natur- und Kulturlandschaft. Solche rücksichtslos überdimensionierten Anlagen dienen allein Profitinteressen Einzelner. Wir sprechen uns klar gegen den Bau von über 240 Meter hohen Windkraftanlagen in der Bliesendorfer Heide aus. Der Schutz von Wäldern, Gewässern und der Kulturlandschaft durch traditionelle Bewirtschaftung ist uns wichtiger als der unreflektiert rücksichtslose Ausbau von Energieerzeugern, die zudem mangels Speichermöglichkeit überschaubaren energiepolitischen Nutzen bringen. 
 

Energie besser nutzen

Wir wollen die vorhandene Energie besser nutzen und mehr Energie einsparen. Dazu werden wir zum Beispiel dafür sorgen, dass die Straßenbeleuchtung noch zügiger auf LED-Lampen umgerüstet wird. Wir unterstützen unsere Stadt bei der Errichtung von Elektro-Tankstellen in der Kernstadt und den Ortsteilen. Weiterhin fordern wir die Umrüstung der kommunalen Fahrzeugflotte auf Elektrofahrzeuge mit einem Anteil von mindestens 50 Prozent.
 

Ökologische Randstreifenpflege ausbauen

Ein weiterer Schritt zum Erhalt der Kulturlandschaft und der Artenvielfalt ist durch die Stadt Werder (Havel) mit der Einführung der ökologischen Randstreifenpflege wie beispielsweise am Obstpanoramaweg bereits in Angriff genommen worden. Diese extensive Pflege bietet unter anderem mit ihrem Blütenreichtum eine wichtige Nahrungsgrundlage für Bienen und weitere Insekten. Zudem bietet sich in der Zeit der Blüte ein toller Anblick und der zeitliche und personelle Aufwand in der Pflege der städtischen Grünflächen sinkt. Wir werden uns daher für die Ausweitung der ökologischen Randstreifenpflege einsetzen.
 

Für Freude am Grün im Garten – ohne Bevormundung durch eine Baumschutzsatzung

Werder (Havel) ist eine grüne Stadt. Als Stadt legen wir großen Wert auf Erhalt, Pflege und Ausweitung unserer Grüngestaltung. Wir freuen uns, dass alte wie neue Mitbürger Freude an ihren Gärten haben und zum Beispiel fleißig Bäume pflanzen. Dabei sollen sie nicht Angst haben müssen, dass ihnen diese Bäume später aufgezwungen werden. Niemand soll seinen Garten kahl lassen aus Angst, blockiert zu sein, wenn sich Bedürfnisse ändern oder vielleicht auch mal unterschätzt wurde, wie groß ein Baum werden kann. Wir wenden uns deshalb gegen eine grüne Überreglementierung und Bevormundung. Für uns steht die Eigenverantwortung jedes Einzelnen ganz klar im Vordergrund. Der gesunde Menschenverstand der Bürger ist es, der ihre Gärten gestaltet, nicht das Gesetzbuch. Aus diesem Grund lehnen wir zum Beispiel die Gängelung unserer Bürgerinnen und Bürger mit einer Baumschutzsatzung ebenso ab, wie die von den Grünen geforderte Überplanung des gesamten Stadtgebiets mit einschneidenden Bauvorschriften.