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01.04.2009, 15:06 Uhr
Koalition einigt sich bei CO2 Speicherung
Milliarden-Investition in der Lausitz rückt in greifbare Nähe
An diesem Mittwoch hat die Bundesregierung einen Gesetzentwurf zur Umsetzung der EU-Richtlinie zur unterirdischen Speicherung des klimaschädlichen Kohlendioxids verabschiedet.

Für Brandenburg als Energieland ist die umweltfreundliche CCS-Technologie (CO2- Abscheidung und Speicherung) von herausgehobener Bedeutung. Der  damit geschaffene Rechtsrahmen muss jetzt so schnell wie möglich in Landesrecht umgesetzt werden. Dann könnte eine Demonstrationsanlage in der Lausitz mit mehreren hundert Millionen Euro Förderung aus der EU-Kasse rechnen, sagte Ehler, der als Berichterstatter des EU Parlaments federführend für die Richtlinie für die Errichtung von CCS Demonstrationsanlagen zuständig war.

 

Das wäre in schweren wirtschaftlichen Zeiten nicht nur eine Milliardeninvestition in Jenschwalde, sondern könnte bald einer der Innovationsschwerpunkte des Landes werden. Die CCS-Technologie wird mittelfristig auch in anderen Regionen Nachahmung finden und kann sich zu einem echten Exportschlager für Brandenburg entwickeln, erklärte Ehler in Potsdam.
Die Entwicklung der CCS-Technologie kann einen entscheidenden Beitrag zur Reduzierung der CO2-Emissionen beitragen, da die Kohle im weltweiten Energiemix noch für lange Zeit eine bedeutende Rolle spielen wird, so Ehler weiter.
Der brandenburgische Europaabgeordnete Dr. Christian Ehler begrüßte die Einigung ausdrücklich, bei der es sich um eine wegweisende Entscheidung für das Land Brandenburg handelt.
In Ketzin im Landkreis Havelland in Brandenburg läuft das erste wissenschaftliche Forschungsprojekt zur unterirdischen Speicherung von CO2. Im September 2008 wurde am Standort „Schwarze Pumpe“ in der brandenburgischen Lausitz außerdem die weltweit erste Pilotanlage für ein Kohlekraftwerk mit CO2-Abscheidung in Betrieb genommen.
Ein schneller Rechtsrahmen im Bereich der CCS-Technologie ist unbedingt erforderlich, um die emissionsfreie Kohleverstromung zu einer Erfolgsgeschichte machen zu können.
 
Für weitere Informationen:
Büro Dr. Christian Ehler , MdEP, Tel.: +49 - 331 – 6201460